So klappt die Futterumstellung

Wenn eine Futterumstellung nötig wird, können zwei Probleme auftauchen. Der Hund verträgt das neue Futter nicht oder er mag es nicht.

Futterumstellung

Es gibt viele Gründe das Futter zu wechseln: Die erste Futterumstellung nimmt bereits die Hundemutter vor, wenn sie ihre Kleinen von der Milchbar abhält und sie so zwingt, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Später kann das gewohnte Futter nicht mehr erhältlich sein oder man hat keine Zeit mehr, die Mahlzeiten des besten Freundes selbst zuzubereiten. Es ist auch möglich, dass sich das alte Futter als nicht ausgewogen genug herausstellt und zu Mangelerscheinungen geführt hat. Schließlich können auch medizinische Gründe, wie beispielsweise eine Nierenerkrankung oder ein Leberschaden, eine Futterumstellung unumgänglich machen.  

Welpen haben eine besonders empfindliche Verdauung, bei ihnen sollte ein Futterwechsel immer nur allmählich erfolgen. Ausgewachsene Hunde haben hingegen beim Wechsel von einem Dosenfutter auf ein anderes Nassfutter oder der Verwendung einer neuen Fleischsorte selten Probleme. Eine grundsätzliche Änderung des Futters, also zum Beispiel der Umstieg von Dosennahrung auf Trockenfutter oder von gegarten Mahlzeiten zu Rohkost, kann aber auch bei ausgewachsenen Tieren zu Verdauungsproblemen führen.

Ursachen für Verdauungsprobleme

Ursachen für Verdauungsprobleme Bei der Fütterung mit Nassfutter erhält der Hund die Flüssigkeit, die er zur Verdauung braucht gleichzeitig mit dem Futter. Erhält dieser Hund statt der Feuchtnahrung auf einmal Trockenfutter, fehlt die Flüssigkeit. Um diesen Mangel auszugleichen, muss der Hund viel mehr trinken. Wenn er das nicht tut, kommt es zwangsläufig zu Verstopfungen. Beim Umstieg auf Rohkost muss man wissen, dass gekochte Nahrung leichter verdaulich als rohes Futter ist. Hunde, die plötzlich gebarft werden, haben daher häufig Blähungen und Durchfall. 

Um diese Verdauungsprobleme zu vermeiden, sollten Hunde schrittweise auf ein neues Futter umgestellt werden. Bewährt hat sich die Viertelregel: An den ersten drei Tagen der Umstellung wird ein Viertel des gewohnten Futters durch das neue ersetzt, an den folgenden drei Tagen die Hälfte, an weiteren drei Tagen dreiviertel des alten Futters und danach befindet sich nur noch das neue Futter im Napf. Wenn man während der Umstellungsphase Schwierigkeiten bemerkt, kann man den Anteil des neuen Futter wieder etwas reduzieren oder ein paar Tage länger warten, bis man den nächsten Viertelschritt angeht.