Umstellung von Nassfutter auf Trockenfutter

Ich möchte die Fütterung meines vier Jahre alten Pinschers von Nass- auf Trockenfutter umstellen. Was ist hierbei zu beachten?

Eine Futterumstellung sollte keinesfalls ad hoc, sondern immer allmählich erfolgen. Die Darmflora Ihres Pinschers ist an das bisherige Futter angepasst. Um das neue Futter zu verdauen, muss erst eine Umstellung innerhalb des Stoffwechsels und der Darmflora stattfinden. In der Regel dauert diese Veränderung fünf bis zehn Tage. Stellt man das Futter zu schnell um, kann das Futter nur schwer verdaut werden und es kann zu Durchfällen kommen. Achten Sie auch auf ausreichend frisches Trinkwasser. Denn bei Nassfutter nimmt Ihr Hund bereits eine Menge Flüssigkeit über das Futter auf. Bei Trockenfutter sollte er mehr trinken.

Es könnte sein, dass der Hund das Trockenfutter anfangs nicht akzeptiert. Um ihm die Umstellung zu erleichtern, kann es hilfreich sein, das Futter mit mageren Naturjoghurt zu mischen oder in lauwarmes Wasser einzuweichen. Ich empfehle daher zu Anfang das eingeweichte Trockenfutter vermischt mit dem Nassfutter anzubieten – und den Anteil des Trockenfutters allmählich zu erhöhen.

Stefanie Schmidt ist Tierärztin mit Spezialisierung auf das Fachgebiet der Tierernährung und leitete mehrere Jahre die Ernährungsberatung am Institut für Tierernährung der Universität Leipzig. Dort hat sie ein Ernährungskonzept entwickelt, das es ermöglicht, ein Futter mit maßgeschneiderter, auf den Bedarf jedes einzelnen Hundes angepasster Rezeptur anzubieten, welches Krankheiten und Allergien berücksichtigt.