Suchspiele für Hunde

Nasenarbeit ist nicht nur was fürs Köpfchen, sondern fördert auch die Mensch-Hund-Beziehung. Doch selbst Supernasen müssen erst einmal lernen, ihren Riecher geschickt einzusetzen. Supertalent Yvo Antoni erklärt, wie Sie Ihren Hund in fünf Schritten an seine neue Aufgabe heranführen.

Suchspiele für den Hund
  • Schritt 1
    Nehmen Sie etwas, das Ihr Hund gerne apportiert – zum Beispiel ein Spielzeug oder einen Futterdummy. Werfen Sie das Spielzeug ein- oder zweimal und lassen Sie es sich bringen.

  • Schritt 2
    Danach geben Sie Ihrem Hund das Kommando „Sitz“. Wenn Ihr Hund sitzt, legen Sie das Spielzeug einige Meter vor dem Hund auf den Boden. Gehen Sie zum Hund zurück und belohnen Sie ihn für das artige Warten. Jetzt geben Sie das Kommando „Bring“ oder „Hol“.  

  • Schritt 3
    Lassen Sie Ihren Hund im nächsten Schritt erneut hinsetzen und legen Sie das Spielzeug vor den Augen Ihres Hundes hinter einen Gegenstand – zum Beispiel einen Blumentopf. Nun darf er es holen und wird dafür belohnt.

  • Schritt 4
    Wiederholen Sie das Ganze. Diesmal gehen Sie mit dem Spielzeug aber aus dem Blickfeld des Hundes, zum Beispiel in ein Nebenzimmer, und legen das Spielzeug dort gut sichtbar ab. Kehren Sie zum Hund zurück und schicken Sie ihn auf die Suche.

  • Schritt 5
    Wenn das alles gut klappt, kann das eigentliche Versteckspiel beginnen. Lassen Sie Ihren Hund in der Diele sitzen oder Platz machen. Gehen Sie mit dem Spielzeug in einen anderen Raum und verstecken Sie es. Dann rufen Sie den Hund und fordern ihn auf, das Spielzeug zu suchen.

Tipps für den Spielaufbau

  • Begrenzen Sie die Suche anfangs erst einmal auf ein Zimmer. Schließen Sie am besten die Türen zu anderen Zimmern, um den Hund nicht zu verwirren.
  • Verstecken Sie das Spielzeug immer an Stellen, die der Hund gut erreichen kann. Vermeiden Sie Verstecke wie Altglassammlungen, die der Hund im Spielrausch durcheinander wirbelt. Klirrende Flaschen könnten ihn erschrecken und zu schlechten Erfahrungen führen.
  • Verwenden Sie das gleiche Versteck nicht zu häufig. Hunde merken sich die Verstecke gut. Meine Hunde PrimaDonna und Kloppstock gehen als Erstes die bekannten Verstecke ab, bevor sie neue Plätze erforschen.
  • Helfen Sie Ihrem Hund, wenn Sie feststellen, dass ein Versteck zu schwierig ist. Für Hunde sind Erfolgserlebnisse genauso wichtig wie für uns Menschen.
  • Hören Sie mit dem Spiel auf, bevor es langweilig wird. Beim Training mit Hunden gilt immer der Party-Grundsatz: Aufhören, wenn es am schönsten ist!