Mit Hund im Schnee

Auch im Winter gibt es viele Möglichkeiten, mit seinem Hund ausreichend Bewegung in der Natur zu bekommen. Angefangen von Leckerlispielen, über Winterwanderungen, Langlaufen und Schneeschuhwandern bis zur gemeinsamen Skitour.

Mit Ski und Schneeschuhen gemeinsam mit dem Hund unterwegs
Mit Ski und Schneeschuhen gemeinsam mit dem Hund unterwegs

Die größte Gefahr im Winter besteht für unsere Hunde nicht etwa darin, sich eine Erkältung zu holen, sondern durch zu wenig Aktivität das eine oder andere Pfund anzusetzen. Doch zum Glück gibt es auch im Winter genügend Möglichkeiten, sich draußen ausreichend zu bewegen. Dazu muss man sich natürlich erst einmal selbst überwinden, doch wer schon einmal erlebt hat, welche Freude die meisten Hunde im Schnee haben, der wird dazu sicherlich bereit sein. Selbst betagte Hundesenioren bekommen plötzlich ihren zweiten Frühling und preschen wie ein junger Hund durch die Schneepracht.

Schnee eignet sich hervorragend, um darin zu buddeln, mit der Nase Furchen zu ziehen oder sich genüsslich zu wälzen. Besonders beliebt ist auch das Schneebälle fangen. Übertreiben sollte man es dabei aber nicht, denn übermäßiges Fressen von Schnee kann zu Magenverstimmungen führen. Manche Hunde scheinen gar kein Problem damit zu haben, andere können mit Erbrechen und Durchfall reagieren. In diesem Fall ist erst einmal für zwei bis drei Tage Schonkost angesagt – und Schneeballschlachten sind für die Zukunft besser tabu.

Auch sollten Sie sich nicht verleiten lassen, Stöckchen zu werfen – zumindest nicht bei Minustemperaturen. Gefrorenes Holz splittert ziemlich leicht und kann zu Verletzungen im Maul führen. Packen Sie daher bereits zuhause ein Bringsel ein, das auch gut als Ersatz für Schneebälle in Frage kommt.  Suchspiele im Schnee  Viel Spaß haben Hunde im Schnee bei Suchspielen. Wer es sehr ambitioniert angehen möchte, kann mit seinem Hund einen Lawinenkurs besuchen. Aber man muss ja nicht gleich auf die Suche nach vergrabenen Personen gehen, sondern kann erst einmal klein anfangen. Geeignet sind Leckerlies oder Spielzeuge, die im Schnee versteckt werden. Am Anfang gehen Sie nur einmal vor und zurück und verstecken am Endpunkt das Spielzeug. Hat der Hund das Spiel verstanden, können Sie die Schwierigkeitsstufe erhöhen: Beschreiben Sie einen Zickzack-Kurs und deuten hin und wieder an, als ob Sie das Spielzeug verstecken würden.  

Suchspiele im Schnee

Viel Spaß haben Hunde im Schnee bei Suchspielen. Wer es sehr ambitioniert angehen möchte, kann mit seinem Hund einen Lawinenkurs besuchen. Aber man muss ja nicht gleich auf die Suche nach vergrabenen Personen gehen, sondern kann erst einmal klein anfangen. Geeignet sind Leckerlies oder Spielzeuge, die im Schnee versteckt werden. Am Anfang gehen Sie nur einmal vor und zurück und verstecken am Endpunkt das Spielzeug. Hat der Hund das Spiel verstanden, können Sie die Schwierigkeitsstufe erhöhen: Beschreiben Sie einen Zickzack-Kurs und deuten hin und wieder an, als ob Sie das Spielzeug verstecken würden. An einem Punkt buddeln Sie es natürlich wirklich ein – und belohnen den Hund kräftig, wenn er es findet. Darf es schließlich noch ein wenig anspruchsvoller werden, müssen Sie den Gegenstand komplett unbeobachtet vom Hund verstecken.

Skifahren mit Hund

Auf Skipisten haben Hunde aufgrund der Verletzungsgefahr nichts verloren, beim Langlaufen oder oder auf einer Skitour können Sie aber durchaus dabei sein. Voraussetzung sollte hierbei aber ein gut erzogener Hund sein, schließlich trifft man mitunter ja auf andere Skifahrer. Vielleicht schaut der eine oder andere verwundert – sofern Hinterlassenschaften vorfindet, der hat sicherlich wenig Verständnis für Hund und Halter. Achten Sie darauf, auf welchen Langlaufloipen ein generelles Verbot besteht.

Oft wird es so gehandhabt, dass Hundeteams sich an bestimmte Regeln halten müssen, dann sind sie geduldet. Es empfiehlt sich auf alle Fälle, die frühen Morgenstunden oder den Spätnachmittag zu nutzen, wenn deutlich weniger Langläufer unterwegs sind. Morgens ist ein weiterer Vorteil, dass der Schnee noch härter ist und der Hund weniger oft einsinkt. Am besten gehen Sie erst einmal auf Nummer sicher und nutzen eine extra gespurte Hundeloipe, wie sie immeröfter in Österreich und der Schweiz angeboten werden. Meist sind dies relativ kleine Runden, aber gerade für den Anfang genügen diese völlig. So besteht auch weniger Gefahr, seinen Hund zu überfordern, was beim Langlauf schnell passieren kann. Auf einer Hundeloipe haben Sie zudem die Möglichkeit, das Verhalten bei entgegenkommenden (allesamt hundefreundlichen) Teams zu üben. Wenn alles gut klappt, können Sie sich auf eine „normale“ Loipe begeben. Haben Sie dabei stets ein Auge auf Ihren Vierbeiner, vor allem was seine Ausdauer betrifft. Ein stark hechelnder Hund, der nicht hundertprozentig dem Tempo standhalten kann, brauch unbedingt eine Pause.

Dabei versteht sich von selbst, dass für ihn ausreichend (möglichst lauwarmes) Wasser zur Verfügung steht. Von Vorteil ist auch eine kleine Isomatte, auf die er sich während der Pause legen kann. Zu lang darf diese nicht sein, damit der Hund nicht auskühlt. Planen Sie also am besten eine Tour entsprechend der Kraft und Ausdauer Ihres Hundes.

Immer mit der Ruhe

Egal welche Unternehmung Sie planen, zügeln Sie anfangs Ihren Hund. Raus aus dem Auto und gleich mal Vollgas geben ist gefährlich. Während wir uns eine Jacke anziehen, muss der Hund auf einen Schlag mit einem Temperaturunterschied von 20 bis 30 Grad klar kommen. Darüber hinaus muss sich sein Muskel- und Sehnenapparat wie beim Menschen erst einmal aufwärmen, um gegen Verletzungen besser gefeit zu sein. Nach einer kurzen Aufwärmphase kommen Hunde im Allgemeinen aber sehr gut mit Kälte zurecht. Wenn Sie dann noch über eine gewisse Größe und Fitness verfügen, bietet sich eine unvergessliche Tour auf Schneeschuhen an. Hier haben Sie die Natur ganz für sich allein und der Hund kann leinenlos mitwandern. Bei Neuschnee hat er möglicherweise zu Beginn noch viel Spaß daran, eine Spur zu ziehen, doch schon bald wird er merken, dass dies recht anstrengend ist. Daher sollte er lernen, in einem gewissen Abstand hinter Ihnen zu gehen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie schon einmal eine Tour ohne Hund gemacht haben, schließlich muss man sich selbst ja erst einmal an das ungewohnte Fortbewegungsmittel gewöhnen.

Gut erzogen

Wer einen Husky oder anderen sehr zugfreudigen Hund hat, der kann seinen Hund mit einem speziellen Geschirr auch vor sich spannen – sei es beim Schneeschuhgehen, auf einer Winterwanderung, Schlitten- oder auf einer Skitour. Der Unterschied beim nach oben gehen ist enorm, fast wie beim Schleppliftfahren. Klar gilt auch hier, den Hund keinesfalls zu überfordern.

Und bei der Abfahrt mit Skiern muss besondere Rücksicht genommen werden. Der Hund sollte lernen, niemals direkt vor den Skiern zu laufen, aber auch nicht zu nah neben dem Halter, da dieser schließlich Stecken bei sich trägt. Während sich beim Langlauf je nach Erziehungsstatus des Hundes eine Leine anbietet, kommt diese bei den oben genannten Aktivitäten kaum zum Einsatz. Umso mehr sollte der Hund aufs Wort gehorchen, um bei einem Spaziergang in der Natur kein Wild aufzuscheuchen. Für dieses bedeutet jegliche Störung einen Energieverlust, der im Winter bei weitem nicht so leicht auszugleichen ist wie im Sommer. Genießen Sie also gemeinsamen Outdoor- Aktivitäten mit Ihrem Hund so oft wie möglich, aber lassen Sie die Erziehung nicht schleifen, so dass Wildtiere nicht gestört werden und alle sportbegeisterten Menschen gleichermaßen viel Spaß haben können.