Wenn der Hund sich übergibt

Appetitlosigkeit und häufiges Erbrechen können auf einen empfindlichen Magen hinweisen. Manchmal hilft ein Futterwechsel – aber nicht immer.

Hund übergibt sich

Gerade will man es sich auf der Couch gemütlich machen, da hört man hinter sich dieses leider vertraute würgende Geräusch. Und tatsächlich: Es war mal wieder soweit! Der liebe Vierbeiner guckt ein wenig verdutzt aber erleichtert auf ein Häufchen angedauten, leicht gelblichen Nahrungsbrei auf dem frisch gereinigten Flokatiteppich. Wenn es dem Tier nach dem Erbrechen gut geht, ist in den meisten dieser Fälle der Schaden am Teppich größer als der beim Hund. Hunde reagieren von Natur aus sehr schnell mit Erbrechen, wenn ihnen etwas schwer im Magen liegt. Der Brechreflex ist ein natürlicher Schutzmechanismus, um Schädliches oder Unverdauliches loszuwerden, bevor es Schaden anrichtet.  

So „normal“ das Erbrechen beim Hund auch sein mag, es kann leider auch ein Symptom für eine Erkrankung sein. Daher sollte man das Tier von einem Tierarzt gründlich untersuchen lassen, wenn es sich mehr als einmal im Monat erbricht. Wenn es Ihrem Hund nach dem Erbrechen nicht gleich besser geht, er geschwächt wirkt oder Bauchschmerzen hat, sollte man ihn ohnehin sofort untersuchen lassen.  

Nervosität schlägt auf den Magen  

Wenn der Tierarzt keine gesundheitliche Ursache für das wiederholte Erbrechen findet, muss man Futter und die Fütterung überprüfen. Ein empfindlicher Magen kann auch die Folge von Nervosität sein. Sensible Hunde können wie zartbesaitete Menschen auf Aufregung mit Übelkeit und Erbrechen reagieren. Daher sollte man bei diesen Tieren, darauf achten, dass sie sich ein bis zwei Stunden vor und nach der Fütterung nicht aufregen. Die Fütterung selbst sollte bei diesen Hunden immer zur gleichen Zeit und ganz ruhig ablaufen. Am besten stellen Sie den Futternapf beiläufig auf den üblichen Platz und gehen dann weg, so dass der Hund in Ruhe fressen kann.