Massage für Hunde

Massagen können auch bei Hunden das Wohlbefinden steigern und Heilungsprozesse unterstützen. Hundeverhaltensberaterin und Yoga-Lehrerin Sabina Pilguj stellt zwei Entspannungsübungen vor, die auf Ihren Hund wohltuend wirken und zugleich Vertrauen und Nähe schaffen.

Hund Massage

Wählen Sie zum Entspannen eine besondere Decke aus und machen Sie den Hund erst einmal damit vertraut. Er darf die Decke begutachten. Nehmen Sie eine bequeme Position ein und warten Sie, ob der Hund sich von ganz alleine zu Ihnen gesellt. Ansonsten können Sie Ihren Hund auch mit einem ruhigen Tonfall zu Ihnen locken. Wichtig ist, dass der Hund merkt, dass es sich um keine Spielaufforderung handelt. Und üben Sie nur, wenn Sie wirklich Zeit und die nötige Ruhe dafür haben.

Entspannter Hals

So geht’s
Nehmen Sie Ihrem Hund das Halsband ab. Er darf sitzen oder liegen. Es ist jedoch von Vorteil, wenn Sie von hinten an seinen Hals gelangen – die Seitenlage ist eher ungünstig. Legen Sie die Hände seitlich an den Hundehals an. Dann beginnen Sie vom oberen Hals bis zum Schulterblatt die großen Muskelgruppen sanft von oben nach unten zu kneten und zu walgen. Anschließend bewegen sich die Daumen sanft mit kleinen Kreisen auf der Muskulatur neben der Wirbelsäule. Danach streichen Sie diesen Bereich noch zwei- bis dreimal aus.

Bitte beachten
Niemals direkt auf der Wirbelsäule massieren! Passen Sie die Intensität Ihrer Berührung dem jeweiligen Hundetyp an und sehen Sie bei Verletzungen, körperlichen Beschwerden oder Beeinträchtigungen ganz von einer Massage ab.

So wirkt’s
Wenn Hunde nie gelernt haben, korrekt an der Leine zu laufen, kommt es durch den starken Zug häufig zu Verspannungen im Hals und Nacken. Da in diesem Bereich die Nervenstränge, Blut- und Lymphbahnen entlanglaufen, kann sich dies ungünstig auf den Gesundheitszustand des Hundes auswirken. Mit dieser Entspannungsmassage lockern Sie die Nackenmuskulatur des Hundes, sodass wieder alles frei fließen kann.

Bewegte Ohren

So geht’s
Massieren Sie abwechselnd die Ohren des Hundes. Lassen Sie das Hundeohr sanft zwischen Ihrem Daumen und den restlichen Fingern gleiten und massieren Sie es dabei sanft. Für den Einstieg ist zu empfehlen: Gleiten Sie ausgehend von der Ohrmuschel mit dem Daumen zum Außenrand. Streichen Sie auch am Ohrrand entlang.

Bitte beachten
Wenn Ihr Hund an den Ohren empfindlich ist, führen Sie ihn bitte sehr langsam an diese Art der Massage heran. Und ganz wichtig: Zwingen Sie Ihren Hund zu nichts. Ziel ist es, dass sich ein Wohlgefühl bei Ihrem Hund einstellt.

So wirkt’s
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin liegen auf dem Ohr etwa 200 Akupunkturpunkte verteilt. Durch die sanfte Massage wird das Ohr und der gesamte Körper des Hundes stimuliert, da die Ohrzonen einen neuronale Verbindung zum Gehirn und Rückenmark aufweisen. Deshalb wirkt eine Massage am Ohr sehr schnell beruhigend und enstpannend.