Zehn goldene Hunderegeln

Was braucht ein Hund, damit er sich rundum wohlfühlt? Tierhverhaltenstherapeut Dr. Ronald Lindner hat 10 goldene Regeln einer artgerechten Hundehaltung zusammengefasst.

Hunderegeln
  1. Hunde sind Lauftiere
    Hunde benötigen für mindestens zwei Stunden am Tag außerhalb des eigenen Territoriums Freilauf ohne Leine, denn sie haben nicht nur ein höheres Bewegungsbedürfnis als wir Menschen, sondern sollten mit Nase, Ohren und Augen ihre Umwelt multifaktoriell wahrnehmen können.  

  2. Hunde sind soziale Tiere
    Hunde müssen als hoch soziale Wesen im Rudel bzw. Familienverband mit Anschluss an Menschen  und einer entsprechenden Hausordnung (Rangordnung) leben. Zwinger-, Isolations- und Anbindehaltung sind, egal über welchen Zeitraum, immer als nicht tiergerecht abzulehnen! 

  3. Hunde brauchen Kontakte zu Artgenossen
    Hunde sollten mindestens zu zweit in einem Rudel leben und/oder täglich freie Kontakte zu Artgenossen haben, um den sicheren Sozialkontakt zu lernen bzw. aufrechtzuerhalten. 

  4. Hunde brauchen Abwechslung und Gesellschaft
    Hunde benötigen Abwechslung in der Umgebung, wollen immer dabei sein und sollten nie länger vom Rudel getrennt sein, als sie dies stressfrei ertragen. Vier bis sechs Stunden alleine sein sollten das Maximum sein. 

  5. Hunde brauchen Kontakte zu Menschen
    Hunde haben allgemein ein Bedürfnis danach, sich Zweibeinern „mitzuteilen“ und benötigen deshalb täglich freie Kontakte zu Menschen – auch außerhalb des Rudels. 

  6. Hunde sind Kommunikative Tiere
    Hunde besitzen ein gutes Ausdrucksvermögen und können sich vornehmlich ohne Worte durch Mimik, Gestik und Körpersprache „unterhalten“. Diese Fähigkeit sollten wir in der Kommunikation und im Training unbedingt berücksichtigen.    
           
  7. Hunde sind gelehrige Tiere
    Hunde besitzen ein ausgeprägtes Lernvermögen, welches dringend gefordert und gefördert werden muss. Das Training sollte individuell angepasst und mit positiver Verstärkung erfolgen. 

  8. Hunde brauchen eine rassegerechte Haltung
    Hunde sind ihrer Veranlagung und ihren rasse- und linienspezifischen Besonderheiten gemäß zu halten. 

  9. Hunde brauchen eine artgerechte Haltung
    Hunde sind ihrer Art und ihren Bedürfnissen angemessen zu ernähren, zu pflegen und verhaltensgerecht unterzubringen. Schmerzen, Leiden und Schäden sind stets vom Hund abzuwenden! 

  10. Keine Strafen
    Hunde sollten niemals gestraft oder von Strafe bedroht werden.