Assistenzhunde im Kurzportrait

Blindenführhunde, Behindertenbegleithunde und Meldehunde helfen nicht nur im Alltag, sondern bringen häufig auch mehr Freude und Selbstvertrauen in das Leben Ihrer Besitzer.

Assistenzhunde

Ein ausgebildeter Führhund beherrscht etwa 40 Hörzeichen. Er findet auf Kommando einen freien Platz in der U-Bahn, die Eingangstür zum Supermarkt oder eine Ampel zum sicheren Überqueren einer Straße. Blindenführhunde, Behindertenbegleithunde und Meldehunde helfen aber nicht nur im Alltag, sondern bringen häufig auch mehr Freude und Selbstvertrauen in das Leben Ihrer Besitzer. Wir stellt Ihnen drei Assistenzhunde im Kurzporträt vor. 

Blindenführhunde 

Die Aufgabe von Blindenführhunden ist, blinde und sehbehinderte Menschen sicher durch bekanntes und unbekanntes Gelände zu führen. Damit dies gelingt, muss er Hindernisse am Boden und auch in der Luft erkennen, anzuzeigen und so umgehen, dass sie keine Gefahr für den Führhundhalter darstellen. Außerdem sucht er auf Kommando Ein- und Ausgänge, Briefkästen, freie Sitzplätze, Treppen, Türen, Zebrastreifen und vieles mehr. 

Behindertenbegleithunde 

In Deutschland leben laut der aktuellsten Erhebung des Statistischen Bundesamts fast sieben Millionen schwerbehinderte Menschen. Behindertenbegleithunde übernehmen für Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen Aufgaben, die diese nicht mehr bewältigen können. Sie ziehen Rollstühle, bringen das Telefon oder die Fernbedienung für den Fernseher und verschaffen Ihren Besitzern dadurch mehr Mobilität und Selbständigkeit. 

Meldehunde 

Melde oder Signalhunde warnen vor Gefahren, indem sie Laute oder Zeichen geben. Epilepsie- und Migräne-Meldehunde sind in der Lage, einen bevorstehenden Anfall anzukündigen, ehe ihr Halter etwas davon merkt. Dadurch können an Epilepsie oder Migräne leidenden Menschen frühzeitig Medikamente einnehmen und dadurch eine bessere Wirkung erzielen oder Anfälle sogar ganz vermeiden. Auch für viele Hörbehinderte sind Meldehunde, die sie auf Autos oder Fahrradfahrer aufmerksam machen, eine große Hilfe. 

Die Ausbildung von Blindenführhunden

Die Ausbildung eines Blindenführhundes beginnt im Alter zwischen ein und zwei Jahren und dauert ca. sechs bis neun Monate. Ausgebildet werden nur gesunde und gut sozialisierte Hunde. Mit ihren Blindenführhund-Ausbildern trainieren die Hunde anfangs täglich zweimal eine halbe Stunde. Der Trainingsumfang wird dann langsam bis auf zweimal zwei Stunden gegen Ende der Ausbildung gesteigert. Nach abgeschlossener Ausbildung folgt ein individueller Einarbeitungslehrgang, bei dem die künftigen Führhundehalter die Hörzeichen und den korrekten Umgang mit dem Blindenführhund lernen. Am Ende des Einarbeitungslehrgangs ist eine sogenannte Gespannprüfung gemäß den „Qualitätskriterien für Blindenführhunde“ abzulegen. Eine unabhängige, sachverständige Prüfkommission bescheinigt damit die sichere Führung des Hundes im Straßenverkehr, das adäquate Geben von Warnhinweisen im Verkehr und beim Auftreten von Hindernissen sowie die angemessene Reaktion des Halters auf Warnhinweise. Damit diese Fähigkeiten nicht verloren gehen, sollten sich Besitzer möglichst intensiv mit ihrem Blindenführhund beschäftigen und die Kommandos regelmäßig trainieren.