Kommunikation zwischen Hund und Mensch

Obwohl wir in enger Verbindung mit Hunden leben, bleibt der Wunsch nach einer gemeinsamen Kommunikationsebene zwischen Mensch und Hund häufig offen.

Kommunikation Mensch Hund

Mit Tieren verbindet uns eine einzigartige und Jahrtausende alte Freundschaft. In den vergangenen Jahren hat sich unsere Beziehung intensiviert, wir leben enger zusammen als je zuvor und teilen nicht selten Tisch und Bett. Wir verbringen viel Zeit miteinander in der Natur, beim gemeinsamen Sport, nehmen unseren Hund mit ins Büro und haben gelernt, wie wichtig tierische Therapeuten sind. Obwohl wir in enger Verbindung leben, bleibt der Wunsch nach einer gemeinsamen Kommunikationsebene jedoch häufig offen. 

Verstehen wir unsere Tiere? 

Über 20 Millionen Haustiere leben alleine in Deutschland. Die meisten Tierhalter sprechen mit ihrem Tier und behaupten, es versteht jedes Wort. Zahlreiche Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren mit der Gefühlswelt von Tieren beschäftigt. Begriffe wie tierische Intelligenz wurden neu definiert. Längst wissen wir, dass Tiere empfinden und ihnen Gefühle wie Schmerz, Trauer und Freude ebenso vertraut sind wie Angst und Wut. Aber verstehen wir die Tiere tatsächlich? Verstehen wir ihre Bedürfnisse und was sie uns darüber hinaus mitteilen wollen oder haben wir es mit über 20 Millionen schweigenden Mitbewohnern zu tun? 

Viele Tiere bleiben ungehört 

Nein, schweigend sicher nicht, aber viele Tiere bleiben ungehört. Pferde- und Hundeflüsterer bereichern die Medienlandschaft. Es gibt Tierkommunikatoren und Tierdolmetscher und der Tierhalter fragt sich, was es damit auf sich hat. Wissenschaftler und auch Tierhalter sind skeptisch, aber Logik hin und Vernunft her: „Der Dialog ist möglich!“, sagt Gabriele Sauerland.  Für die Tierheilpraktikerin und Mentalkommunikatorin aus dem Allgäu ist der Austausch zwischen Mensch und Tier auf mentaler Ebene, der von ihr so benannte MEDIALOG®, ein Bestandteil ihrer täglichen Arbeit. Dabei sieht sie die Tierkommunikation als hilfreiche Unterstützung und wunderbare Möglichkeit, seinen vierbeinigen Begleiter besser zu verstehen und eine tiefere Beziehung aufzubauen. 

Beispiele aus der Praxis 

Dass es funktioniert, belegt Gabriele Sauerland in ihren Seminaren anhand zahlreicher Beispiele aus ihrem Praxisalltag. Der Skeptiker wird eine ausgeprägte Phantasie oder ein informatives Vorgespräch vermuten. Wie lässt es sich aber erklären, dass ein Hund mitten in einer Großstadt verloren geht und nach einem solchen Dialog exakt an den vom Tierkommunikator beschriebenen Ort kommt und sich anleinen lässt? „Gerade bei Tieren unbekannter Herkunft kann ein solcher Dialog wichtige Hinweise zum Verhalten geben und vor allem für mehr Verständnis seitens des Halters sorgen“, erklärt Gabriele Sauerland.  Die Tierheilpraktikerin und Mentalkommunikatorin bietet bewusst keinen Schnellkurs zum Erlernen der Tierkommunikation an, in dem die Teilnehmer nach kurzer Zeit selbst ausprobieren, ob es funktioniert. Wichtiger ist ihr, das Vertrauensverhältnis zwischen Halter und Tier zu stärken und die Kommunikation zu verbessern. 

Hören Sie Stimmen? 

Mit Fragen wie „Können Sie wirklich mit Tieren sprechen?“ und „Hören Sie den ganzen Tag Stimmen?“ wird Gabriele Sauerland in Ihrem Seminaren und Vorträgen immer wieder konfrontiert.  Aber so ist es natürlich nicht. „Der Umgang mit intuitiver Kommunikation will sorgfältig und mit großem Verantwortungsgefühl erlernt und trainiert werden, denn fließend sind die Übergänge von tatsächlicher Information und Phantasie“, erklärt Gabriele Sauerland.  Der Teilnehmer eines Seminars soll sich über die Möglichkeiten, aber auch über die Grenzen bewusst werden. Nur dann wird die Aussage eines Tieres auswertbar und die Tierkommunikation hilfreich. Die Einheit und die Verbundenheit zwischen einem Tier an unserer Seite und uns wird erst deutlich, wenn wir auch die andere Seite, die des Tieres, zu Wort kommen lassen. 

Mensch, Natur und Tier 

Die Informationen, die unsere Tiere uns geben, sind hilfreich. Dennoch sollten wir den gesunden Menschenverstand darüber nicht vergessen. Gerade im Bereich der Medialität tummeln sich viele bunte Schafe und der Halter sollte kritisch sein und bleiben. Auf der anderen Seite trennt uns aber auch immer mehr von unseren natürlichen Fähigkeiten und verschließt uns dadurch faszinierende Möglichkeiten.  „Die Urvölker wussten um die Verbundenheit zwischen Mensch, Natur und Tier“, sagt Gabriele Sauerland. „In Zeiten von Fax, SMS und Email scheint es aber manchmal leichter, eine Information auf diesem als auf telepathischem Wege zu versenden.“ Deshalb ist für sie die Möglichkeit des mentalen Austausches kein übernatürliches Phänomen, sondern eine ganz natürliche, in Vergessenheit geratene Fähigkeit.