Der Golden Retriever

Der Ursprung der Golden Retriever liegt in Neufundland. Die Seeleute waren begeistert von diesen Hunden, die bei Wind und Wetter Bootsleinen oder aus dem Netz gefallene Fische apportierten.

Golden Retriever

Konkret lässt sich die Geschichte des Golden Retriever bis zum Jahr 1865 zurückverfolgen. Die Nachkommen der in diesem Jahr verpaarten Hunde „Nous“ und „Belle“ wurden in den folgenden Jahren auch mit anderen Hunderassen gepaart - unter anderem mit Irish Settern und einem sandfarbenen Bluthund, möglicherweise um die Nasenleistung noch weiter zu verbessern. So entwickelte sich mit der Zeit ein Golden Retriever mit rassespezifischen Charaktereigenschaften, die er für die anspruchsvolle Arbeit nach dem Schuss benötigt.

Charakter & Verhalten

Der Golden Retriever ist sehr menschenfreundlich und anhänglich. Bei optimaler Aufzucht und guter Erziehung ist dem Golden Retriever jede Form von Aggression fremd und sein Wesen so sanft wie sein Ausdruck. Seine züchterisch angelegte Hauptaufgabe, vom Jäger geschossenes Wild zu finden und zu apportieren, meistert der Golden Retriever mit Bravour. Seine schnelle Auffassungsgabe, seine Aufmerksamkeit und sein sensibler Charakter sind für die Arbeit als Jagdbegleiter genauso wichtig wie für viele weitere Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel als Rettungs-, Blinden- und Behindertenbegleithund.

Haltung & Pflege

Familienanschluss ist für Golden Retriever unabdingbar. Daher sollte der Golden Retriever auf keinen Fall im Zwinger gehalten werden oder täglich viele Stunden alleine bleiben müssen. Das längere Fell des Golden Retriever mit dichter Unterwolle ist sehr pflegeleicht, hält jeder Witterung stand und reinigt sich eigentlich von selbst. Regelmäßiges Bürsten, besonders in Zeiten des Fellwechsels, dient nicht nur der Körperpflege, sondern fördert die Bindung und das Vertrauen zwischen Mensch und Hund.

Golden Retriever Welpen

Beschäftigung & Erziehung

Ursprünglich wurde der Golden Retriever als Jagdhund für die Arbeit nach dem Schuss gezüchtet. Das Apportieren ist daher die Leidenschaft des Golden Retrievers, die im Alltag vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Da sich der Golden Retriever wegen seines menschenfreundlichen Wesens und seiner Leichtführigkeit gern an seinen Menschen bindet, ist er für jegliche gemeinsame Beschäftigung mit seinem Menschen dankbar. Dank seinens ‚will to please’ ist der Golden Retriever auch für Hundeanfänger leicht zu erziehen, wenn er mit Liebe und Konsequenz geführt wird.

Erbanlagen & Gesundheit

Durch verantwortungsvolle Zucht wird das Risiko für erbgebundene Erkrankungen wie Hüftgelenks- (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) und mögliche Augenerkrankungen bei der Zucht von Golden Retrievern minimiert. Diese ist nicht auf Quantität, sondern auf Qualität ausgerichtet und trägt so darüber hinaus dazu bei, dass die guten Erbanlagen des Golden Retrievers von Generation zu Generation weiter gegeben werden können.

Steckbrief

  • Klassifikation nach FCI:  Nr. 111, Gruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde; Sektion 1: Apportierhunde
  • Herkunft: Großbritannien
  • Größe:
    Rüden: 56 bis 61 cm
    Hündinnen: 51 bis 56 cm
  • Gewicht: 25 bis 35 kg
  • Fellarten: glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte und wasserabstoßende Unterwolle
  • Fellfarben: jede Schattierung von gold oder cremefarben, einige wenige weiße Haare sind nur an der Brust zulässig
  • Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
  • Verwandte Rassen: Chesapeake Bay Retriever, Curly-Coated Retriever, Flat-Coated Retriever, Labrador Retriever, Nova Scotia Duck Tolling Retriever

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