Welcher Gassi-Typ ist Ihr Hund?

Wenn es ums Gassi gehen geht, sind manche Hunde kaum zu bremsen. Es gibt aber auch Vierbeiner, die schnüffeln lieber und trotten gemächlich ihre Runden. Finden Sie heraus, welche Art von Spaziergängen Ihr Hund besonders liebt.

Hund Gassi-gehen

Schon Welpen lieben es, wenn sie sich in ihrem neuen Zuhause eingewöhnt haben, erste Spaziergänge zu unternehmen. Dabei sollten Sie es aber bitte noch nicht übertreiben: Als grobe Faustregel, wie lange ein Hundekind  Gassi gehen darf, gilt: Pro Lebensmonat dürfen fünf Minuten am Stück marschiert werden. Diese einfache Formel hat der Halter später nicht mehr zur Hand, so dass Sie selber herausfinden müssen, welchen Bewegungsdrang Ihr Hund hat, und wie Sie diesen am besten stillen. Einem Havaneser mögen dreimal am Tag zehn Minuten um den Block vielleicht im Notfall reichen –  einem Australian Shepherd oder  Dalmatiner wohl eher nicht. Stellt ein Hund daheim viel Blödsinn an, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass  er nicht ausgelastet ist. „Dekoriert“ er die Wohnung um, oder verbellt er permanent die Nachbarn, könnte es sein, dass er mehr Bewegung braucht.

Planen Sie ausreichend Ruhephasen ein

Ein zufriedener Hund lümmelt sich nach dem Gassi gehen glücklich in sein Körbchen und döst in der Nähe seines Rudels. Bleibt der Vierbeiner dagegen bis in die späten Abendstunden aktiv, schleppt ständig Spielzeug an, bellt viel oder quengelt, dann könnte es sein, dass Ihre Runden zu kurz ausfallen. Achtung aber bei  Hütehunden. Border Collie und Co. neigen dazu, auch nach der dreistündigen Jogging-Runde mit dem Ball vor ihrem Menschen zu stehen und zu fragen: „War’s das jetzt schon? Und was  machen wir jetzt?“ Für diese Rassen ist es wichtig, dass man ihnen auch mal eine Auszeit verordnet, zum Beispiel, indem man sie mit einem Kauknochen ins Körbchen schickt. Denn Sie können sich immer mehr hochputschen, je mehr Sie mit ihnen spielen und laufen. Es ist wichtig, diese Hunde nicht zu überdrehen, sondern sie auch einmal in die Ruhestellung zu schicken. Sonst können Sie noch so viel Gassi gehen – der Hund wird nie genug bekommen und Ruhe geben.  

Gleichzeitig gibt es aber auch Hunde, die nicht überfordert werden dürfen. Für Senioren sollten Sie draußen nicht mehr Stöckchen und Bällchen schmeißen, damit diese durch die abrupten Stopps und schnellen Be-schleunigungen ihre Gelenke nicht überstrapazieren. Mit älteren Hunden gehen Sie am besten kürzere Runden, dafür aber auch öfter nach draußen, so dass sie nicht überfordert werden.   

Gerade kurznasige Rassen wie der Mops oder die Englische Bulldogge dürfen nicht überstrapaziert werden, damit keine Atemprobleme entstehen. Hunde, die aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange Gassi gehen können, können auch durch Nasenarbeit sehr gut ausgelastet werden. Bei Futterspielen müssen Sie aber immer die  Leckerlis vom Futter abziehen, damit der Mops nicht zum Rollmops wird.

Entdecken Sie mit Ihrem Hund neue Gebiete

Beim Gassi gehen zählt nicht immer nur die Quantität, sondern auch die Qualität. Es ist nicht nur für den Besitzer langweilig, ewig die gleichen Runden zu traben, sondern auch für den Hund. Deshalb: Sorgen Sie für Abwechslung. Erobern Sie neue Wege und Gebiete und variieren Sie: Mal gehen Sie in der Stadt spazieren, mal auf dem Land, mal mit Leine, mal ohne Leine. Wichtig ist, den Hunden neue Gerüche zu bieten, die sie erschnüffeln können. Und wenn doch mal keine Zeit ist,  dann peppen Sie den Spaziergang im heimischen „Revier“ einfach ein wenig auf. Bauen Sie kleine Gehorsamsübungen und Spiele ein. Viele Hunde finden es toll, hin und wieder eine kleine Lerneinheit beim Gassi zu absolvieren. Aber übertreiben Sie es nicht mit dem Üben. Denn Spaziergänge bedeuten für Ihren Hund auch, dass er sich entspannen kann. Er lässt dabei die Seele baumeln, darf ganz Hund sein. Wie Sie beim Spazierengehen individuell auf Ihren Hund eingehen können, erfahren Sie, wenn Sie unseren Gassi-Test gemacht haben!


Gass-Geh-Test

Wann gehen Sie mit Ihrem Hund in der Regel Gassi?

  • A: Mein Hund quengelt von selber, wenn er los will.
  • B: Immer zur gleichen Uhrzeit – mein Hund kann die Uhr danach stellen.
  • C: Immer dann, wenn gerade Zeit ist – mein Hund findet das okay.

Wenn es los geht mit dem Spaziergang, dann ...

  • A: ... zieht mein Hund wie verrückt an der Leine und zerrt mich aus der Tür.
  • B: ... freut sich mein Hund, versteht aber, dass er ruhig vor der Tür wartet.
  • C: ... schaut Ihr Hund Sie fragend an: „Na gut, wenn Du Gassi gehen willst, dann geh ich halt mit!“

Leine gehen ...

  • A: ... kann mein Hund ordentlich erst nach zehn Minuten, wenn er sich etwas ausgepowert hat. Vorher zieht er und ist ungeduldig.
  • B: ... ist zwar manchmal langweilig, macht mein Hund aber, weil er weiß, dass er durch Kooperation schneller ans Ziel kommt.
  • C: ... ist für meinen Hund voll in Ordnung – er trottet brav neben mir her.

Wie reagiert Ihr Hund, wenn die Leine los ist?

  • A: Keine Ahnung – er ist dann nämlich erst mal weg!
  • B: Er macht brav sitz, schaut mich an und darf dann sausen oder mit seinen Kumpels spielen.
  • C: Er bleibt ziemlich dicht bei mir, schnüffelt viel, entfernt sich aber kaum.

Beim Spaziergang ohne Leine ...

  • A: ... rast mein Hund wie ein Blitz und spielt ausgelassen mit seinen Freunden.
  • B: ... genießt mein Hund den Freilauf, rennt brav vorne weg, ohne sich zu weit zu entfernen, und begrüßt seine Kumpels, wenn wir jemanden treffen.
  • ... schnüffelt mein Hund ausgiebig und geht gemächlich seiner Wege, bleibt dabei auch gerne auch einmal ein wenig zurück.

Beim Regenwetter ...

    • A: ... ist Gassi gehen erst richtig lustig. Wann sonst kann man so herrlich in die Pfützen springen?
    • B: ... Geht Ihr Hund zwar raus und erledigt seine Geschäfte, fi ndet das „Wasser von oben“ aber nicht wirklich gut und lässt sich nach dem Austreten gerne zuhause mit Nasen- und Intelligenzspielen beschäftigen.
    • C: ... Regen? Mein Hund? Draußen? Nie im Leben!

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